Angesichts der Möglichkeit von Angriffen auf US-Infrastrukturen im Ausland weisen Experten darauf hin, dass Portugal nur über begrenzte Kapazitäten verfügt.
Das Thema ist besonders relevant angesichts des Stützpunkts Lajes auf den Azoren, einem strategischen Punkt für transatlantische Militäroperationen. Die Nutzung des Weltraums durch die USA hat eine Debatte über die Fähigkeit des Landes ausgelöst, auf einen Angriff zu reagieren.
Luftverteidigung
Nach Angaben von TVI verfügt das Land über Luftabwehrsysteme mit kurzer Reichweite, wie z. B. Stinger-Raketen. Die Ausrüstung im Besitz der portugiesischen Streitkräfte ist in der Lage, das Land gegen Hubschrauber, Flugzeuge und Drohnen in geringer Höhe zu verteidigen.
Portugal verfügt nicht über Mittel- oder Langstreckenraketen, die ballistische Raketen oder Angriffe mit großer Reichweite abfangen können. Mit anderen Worten: Im Falle einer ernsthafteren Bedrohung wäre das Land auf eine ständige Überwachung aus der Luft und die Fähigkeiten der F-16 der Luftwaffe angewiesen.
Maritime Sicherheit
Auf See sind die portugiesischen Fregatten mit Flugabwehrraketen und Kanonen ausgerüstet. Diese Ausrüstung dient jedoch ausschließlich dem Schutz der Schiffe und ist nicht in der Lage, auf eine Bedrohung des Staatsgebiets zu reagieren.
Expertenmeinung
Der ehemalige Generalstabschef der Streitkräfte, General José Nunes da Fonseca, räumte in einem Interview mit Público ein, dass dies eine der Schwachstellen des portugiesischen Militärsystems ist. Er räumt ein, dass Portugal zwar über Verteidigungskapazitäten in niedriger Höhe verfügt, aber anfällig für Bedrohungen ist, die in mittlerer oder großer Höhe operieren.
José Nunes da Fonseca, ehemaliger Generalstabschef der Streitkräfte, erklärte gegenüber der Zeitung Público, dass der Mangel an militärischer Ausrüstung eine der größten Schwächen Portugals im Bereich der Verteidigung sei.
Mehr Investitionen
Das Gesetz über die Militärplanung sieht Investitionen in Höhe von 5,57 Milliarden Euro für die Modernisierung der portugiesischen Streitkräfte vor. Der untersuchte Bedarf zeigt jedoch, dass Portugal 11 Millionen Euro investieren müsste.
Integration in die NATO
Trotz einiger Einschränkungen ist Portugal Teil des Raketenabwehrsystems der NATO, das über Radare, Schiffe und Abfangsysteme in ganz Europa verfügt, wie Executive Digest zeigt. Ein Angriff auf den Stützpunkt Lajes würde daher als Angriff auf das gesamte Atlantische Bündnis gewertet werden und eine kollektive Reaktion der Mitgliedsstaaten nach sich ziehen.






