Sie verbrachte einen Großteil ihrer Jugend am Hof ihres Großonkels, des englischen Königs Edward des Bekenners. Ihre Familie floh vor Wilhelm dem Eroberer und erlitt vor der schottischen Küste Schiffbruch. König Malcolm freundete sich mit ihnen an und war von der schönen, anmutigen Margaret fasziniert. Sie heirateten 1070 auf der Burg von Dunfermline.
Malcolm war gutherzig, aber rau und unkultiviert, wie auch sein Land. Dank Malcolms Liebe zu Margaret gelang es ihr, sein Temperament zu zügeln, seine Manieren zu verbessern und ihm zu helfen, ein tugendhafter König zu werden. Er überließ ihr alle häuslichen Angelegenheiten und konsultierte sie oft in Staatsangelegenheiten.
Margarete versuchte, ihre Wahlheimat durch die Förderung von Kunst und Bildung zu verbessern. Für religiöse Reformen setzte sie sich auf Synoden ein und nahm an den Diskussionen teil, um Missbräuche in der Priesterschaft und unter den Laien zu verhindern. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie mehrere Kirchen.
Margaret war nicht nur eine Königin, sondern auch eine Mutter. Sie und Malcolm hatten sechs Söhne und zwei Töchter. Margaret kümmerte sich persönlich um deren Religionsunterricht und andere Studien.
Obwohl sie sehr stark in die Angelegenheiten des Haushalts und des Landes eingebunden war, blieb sie der Welt gegenüber distanziert. Ihr Privatleben war streng. Sie hatte bestimmte Zeiten für das Gebet und die Lektüre der Heiligen Schrift. Sie aß sparsam und schlief wenig, um Zeit für die Andacht zu haben.
Im Jahr 1093 unternahm König William Rufus einen Überraschungsangriff auf Alnwick Castle. König Malcolm und sein ältester Sohn Edward wurden dabei getötet. Margaret, die bereits auf dem Sterbebett lag, starb vier Tage nach ihrem Mann.
Festtag ist der 16. November.








