Der Tag der Überschreitung, erklärt die Organisation, bedeutet, dass die Portugiesen vom 1. Januar bis zum 7. Mai so viele natürliche Ressourcen verbraucht haben, wie die verschiedenen Ökosysteme der Erde im Laufe eines Jahres regenerieren können. Von nun an verbrauchen die Portugiesen zwar weiterhin natürliche Ressourcen, aber sie verbrauchen zu Lande und zu Wasser mehr Ressourcen, als theoretisch zur Verfügung stünden, und stoßen mehr Kohlendioxid aus, als die Natur aufnehmen kann.

Verbesserungen bei der Nachhaltigkeit

Im vergangenen Jahr war der 5. Mai der Tag, an dem die Ressourcen des Landes erschöpft waren, was darauf hindeutet, dass sich die Nachhaltigkeit leicht verbessert hat.

Die Stabilisierung des Verbrauchs der Ressourcen des Planeten wird von der Umweltvereinigung Zero wahrgenommen, die in einer Stellungnahme zum ökologischen Fußabdruck des Landes auf die leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr hinweist.

Dennoch überschreitet das Land bereits nach weniger als fünf Monaten im Jahr die für die Ernährung des portugiesischen Lebensstils verfügbaren Ressourcen. Das heißt, wenn jeder Mensch auf der Erde so leben würde wie ein durchschnittlicher Portugiese, würde die Menschheit etwa 2,9 Planeten benötigen, um ihren Ressourcenbedarf zu decken.

Im europäischen Durchschnitt

Mit diesem Ergebnis liegt Portugal im Durchschnitt der Europäischen Union (EU), die in diesem Jahr ihren Überschreitungstag am 3. Mai hatte, was ebenfalls eine leichte Verbesserung gegenüber dem letzten Jahr darstellt.

In der EU haben einige Länder ihre Ressourcen für das ganze Jahr schon längst ausgeschöpft. Nach Angaben des"Global Footprint Network" überschritt der Verbrauch Luxemburgs bereits am 17. Februar seine Ressourcengrenzen.

Weltweites Niveau

Das Schlusslicht der Weltrangliste ist Katar, das seinen Anteil am 4. Februar erschöpft hat. Auf der anderen Seite der Tabelle steht Honduras, das nur einen einzigen Überschreitungstag am 27. November zu verzeichnen hat.

Der ökologische Fußabdruck bewertet den menschlichen Bedarf an erneuerbaren Ressourcen und lebenswichtigen Dienstleistungen und vergleicht ihn mit der Fähigkeit der Erde, diese bereitzustellen (Biokapazität).