Der von der Generaldirektion Gesundheit(DGS) ausgearbeitete Programmentwurf ist diese Woche in die öffentliche Konsultation gegangen und steht bis zum 16. Juni für Rückmeldungen offen.

Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen nationalen Strategie, die Gesundheit, Bildung, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft miteinander verbindet, um die Gesundheitsförderung bei Kindern und jungen Erwachsenen zu stärken.

Der Plan sieht vor, dass mindestens 40 % der Schulen Projekte zur Sexualerziehung verstärken und diese Themen direkter in schulische Gesundheitsinitiativen integrieren.

Zu den in dem Vorschlag genannten Themen gehören die Entwicklung des Körpers, emotionales Wohlbefinden, Selbstbehauptung, sexuelle Einwilligung, Geschlechtsidentität und Vielfalt.

Das Programm erscheint etwa ein Jahr nach der politisch umstrittenen Überarbeitung des portugiesischen Lehrplans für Staatsbürgerkunde, die eine Debatte darüber auslöste, wie soziale und identitätsbezogene Themen in den Klassenzimmern behandelt werden sollten.

Das neue nationale Schulgesundheitsprogramm sieht auch eine Umstrukturierung der Schulgesundheitsteams vor, wobei eine stärkere multidisziplinäre Unterstützung im gesamten Bildungssystem erwartet wird.

Dem Entwurf zufolge könnten die Teams aus Krankenschwestern, Ärzten des öffentlichen Gesundheitswesens, Psychologen, Mundgesundheitsspezialisten und Ernährungsberatern bestehen, die enger mit den Schulen zusammenarbeiten.

In dem 40-seitigen Vorschlag werden die gesundheitlichen Prioritäten für Kinder und Jugendliche von der frühkindlichen Erziehung bis hin zu den Hochschuleinrichtungen dargelegt, wodurch der Anwendungsbereich früherer Programmversionen erheblich erweitert wird.

Universitäten und Hochschuleinrichtungen gehörten bisher nicht zu den Hauptzielgruppen des Programms.