Das Verfahren, das Ende letzten Jahres eingeleitet wurde, richtet sich gegen lokale Beherbergungsbetriebe, die die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt haben, darunter die Vorlage der vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungsunterlagen.

Lissabon war die erste Gemeinde, die diese Überprüfung durchführte, und löschte 6.765 Registrierungen von insgesamt rund 19.000 in der Hauptstadt erfassten lokalen Beherbergungseinheiten. Die Schließungen machen etwa 40 % der registrierten Kurzzeitvermietungen der Stadt aus.

Andere Gemeinden, darunter Porto, Lagoa und Lagos, haben seitdem ähnliche Überprüfungen abgeschlossen und inaktive Registrierungen aus ihren Verzeichnissen entfernt.

In Porto ordneten die Behörden die Löschung von 1.413 Lizenzen für lokale Unterkünfte an, was etwa 12 % der registrierten Einheiten der Stadt entspricht.

Die Änderungen spiegeln sich bereits im portugiesischen Nationalen Register für lokale Unterkünfte (RNAL) wider, das derzeit landesweit 119.147 aktive lokale Unterkünfte auflistet.

Branchenzahlen deuten jedoch darauf hin, dass weitere Kürzungen bevorstehen könnten. Nach Angaben des portugiesischen Verbandes für lokale Unterkünfte (ALEP) haben mehr als 37.000 registrierte Objekte noch keinen Nachweis über die obligatorische Versicherung vorgelegt, die erforderlich ist, um aktiv zu bleiben.

Der Verband schätzt, dass letztlich bis zu 30.000 weitere Registrierungen gelöscht werden könnten, wenn die Eigentümer die Vorschriften nicht einhalten.

Befürworter der Überprüfung argumentieren, dass der Prozess ein genaueres Bild des aktiven Marktes für lokale Unterkünfte in Portugal vermitteln wird, indem sogenannte „Geisterlizenzen“ entfernt werden, die mit nicht mehr betriebenen Unterkünften verbunden sind.

Die Bereinigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem lokale Unterkünfte weiterhin eine bedeutende Rolle im portugiesischen Tourismussektor spielen und gleichzeitig im Mittelpunkt der anhaltenden Debatten um die Verfügbarkeit von Wohnraum und die Regulierung von Kurzzeitvermietungen in mehreren Städten stehen.