Die Karte, die das gesamte europäische Territorium abdeckt, wurde vom europäischen Wildtierbeobachtungskonsortium ENETWILD erstellt, wobei die Referenzwerte vom Expertennetzwerk des Europäischen Wildtierobservatoriums(EOW) zusammengestellt wurden.
Den Daten zufolge gibt es in Portugal zwischen 395.600 und 398.800 Wildschweine, wobei es im zentralen Landesinneren des Kontinents mehr Fälle gibt.
Stetige Zunahme
Die Autoren der Studie plädieren für eine Überwachung der Wildtiere in ganz Europa und weisen darauf hin, dass die Jagddaten einen stetigen Anstieg der Wildschweinbestände belegen.
Von 2,2 Millionen, die um 2010 jährlich erlegt wurden, auf drei Millionen im Jahr 2017 und fast vier Millionen in den letzten Jahren, wird als vorsichtige Schätzung angesehen.
Dieses "konstante und beschleunigte" Wachstum stellt ein Risiko für die Tiergesundheit und die ländliche Wirtschaft dar, insbesondere aufgrund der möglichen Verbreitung von Infektionskrankheiten wie der Afrikanischen Schweinepest, so die Autoren.
Generell zeigt die Karte ein größeres Vorkommen von Wildschweinen in den westlichsten Ländern wie Spanien (2,4 Millionen), Frankreich oder Italien, in Mitteleuropa und an der Adriaküste, während die Dichte im Osten und vor allem im Norden des Kontinents abnimmt, mit Ausnahme von Norwegen, wo es ebenfalls zahlreiche Tiere gibt.
Auf der Iberischen Halbinsel zeigt die Karte mehrere Gebiete mit "extremer Populationsdichte", besonders besorgniserregend im Fall des Mittelmeerkorridors von Südfrankreich und Katalonien bis Südostspanien.
Nach dem Reh ist das Wildschwein das am weitesten verbreitete Huftier (Hufsäugetier) in Europa. Es bewohnt ein breites Spektrum an Lebensräumen, von Wäldern und Buschland bis hin zu landwirtschaftlichen Gebieten und Hochgebirgsregionen mit strengen Wintern.








