Nachdem der nationale Netzbetreiber am Dienstag, den 6. Januar, einen Tagesverbrauchsrekord von 186,2 GWh vermeldet hatte - und damit den bisherigen Höchstwert von 185,1 GWh vom 13. Januar 2021 übertraf - setzte sich der Aufwärtstrend in den folgenden Tagen fort.

Am Mittwoch erreichte der Tagesverbrauch mit 188,1 GWh einen weiteren Rekord. Am Donnerstag, dem 8. Januar, verzeichnete das nationale Elektrizitätssystem einen neuen Rekord mit einem Verbrauch von 192,3 GWh.

Die Daten bestätigen eine noch nie dagewesene Abfolge von aufeinanderfolgenden täglichen Stromverbrauchsrekorden in Portugal, die mit sehr niedrigen Temperaturen zusammenfallen. Das portugiesische Institut für das Meer und die Atmosphäre(IPMA) hatte am Sonntag wegen des kalten Wetters für neun Bezirke auf dem portugiesischen Festland eine gelbe Warnung herausgegeben. Inzwischen sind die Warnungen bereits wieder aufgehoben worden.

Nach Angaben von Aneel vom 1. Januar erreichte der Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz im Jahr 2025 den höchsten Stand aller Zeiten im nationalen Elektrizitätssystem.

Für das gesamte Jahr lag der Verbrauch bei 53,1 TWh (Terawattstunden), 3,2 % höher als im Vorjahr und 2,3 % höher, wenn man die Temperatur und die Zahl der Arbeitstage berücksichtigt.

Die Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen erreichte mit 37 TWh einen neuen historischen Höchststand und entsprach 68 % des Verbrauchs, "was den 70 % des Vorjahres entspricht, selbst wenn man die technischen Beschränkungen berücksichtigt, die der Stromerzeugung auferlegt wurden, um die Versorgungssicherheit des nationalen Elektrizitätssystems (SEN) in der Zeit unmittelbar nach dem Stromausfall vom 28. April zu gewährleisten", so REN.