Die Zentralverwaltung des Gesundheitswesens (ACSS) bestätigte, dass mehrere lokale Gesundheitszentren, darunter die in Leiria, der Algarve und der Region Oeste, bereits Ausschreibungen für die Einrichtung von insgesamt fünf Familiengesundheitszentren des Modells C eingeleitet haben, die von privaten Anbietern im Rahmen öffentlicher Verträge geführt werden. Das Ausschreibungsverfahren läuft derzeit noch.

An der Algarve sind zwei neue Familiengesundheitszentren in Silves und Lagos geplant. Darüber hinaus bereitet die regionale Gesundheitsbehörde eine separate Ausschreibung für eine weitere privat geführte Station vor, die die Gemeinden Albufeira, Loulé und Portimão versorgt.

Nach Angaben des ACSS sollen die übrigen Ausschreibungen bis Ende Februar erfolgen und auch die lokalen Gesundheitszentren in Amadora/Sintra, West-Lissabon, Loures-Odivelas, Santa Maria, São José und in der Tajo-Mündungsregion umfassen.

Sobald die neuen Familiengesundheitszentren in Betrieb sind, sollen sie rund 252.000 Patienten die medizinische Grundversorgung bieten. Der ACSS erklärte, dass die Erweiterung darauf abzielt, die Versorgung in Gebieten mit einer höheren Konzentration von Einwohnern, die derzeit keinen Hausarzt haben, zu verbessern.

Der Schritt folgt auf die Verabschiedung eines Regierungsdekrets im September 2024, das die Einrichtung von Gesundheitszentren mit gemischter Verwaltung erlaubt, die von öffentlichen Einrichtungen, privaten Anbietern und lokalen Behörden betrieben werden.

Mit dieser Maßnahme sollte der seit langem bestehende Mangel beim Zugang zur medizinischen Grundversorgung behoben werden.

Die offiziellen Daten verdeutlichen das Ausmaß der Herausforderung. Laut dem Transparenzportal des nationalen Gesundheitsdienstes hatten im November 2025 mehr als 1,55 Millionen Menschen auf dem portugiesischen Festland keinen zugewiesenen Hausarzt.