Die Umfrage wurde am 17. April veröffentlicht und ergab, dass 53 % der Wähler einen Wiedereintritt des Vereinigten Königreichs in die EU befürworten würden. Nach 10 Jahren Brexit zeigt diese Umfrage, dass sich die Meinung der britischen Bevölkerung seit 2016 geändert hat.
Im Jahr 2016 stimmte das Vereinigte Königreich für den Austritt aus der EU; 51,9 % der Wähler entschieden sich für den Austritt aus dem Block. Im Jahr 2020 wird das Vereinigte Königreich den Brexit offiziell anerkennen, aber 10 Jahre nach dem Referendum scheint sich die Meinung der britischen Bürger geändert zu haben.
Unterstützung nach politischem Spektrum
Die Ergebnisse der Umfrage unterschieden sich auch nach den politischen Ansichten der Befragten, d. h. danach, auf welcher Seite des politischen Spektrums sie sich befinden.
Der Umfrage zufolge kommt die größte Unterstützung von denjenigen, die Parteien unterstützen, die schon immer engere Beziehungen zur EU unterhielten. So gaben beispielsweise 83 % der Labour-Wähler an, dass sie einen Wiedereintritt des Vereinigten Königreichs in die EU unterstützen würden. Auch die Wähler der Liberaldemokraten und der Grünen gaben mit 84 % bzw. 82 % der Stimmen an, dass sie einen Wiedereintritt in den Block befürworten würden.
Bei den Wählern der Konservativen sind die Zahlen niedriger, hier würden 39 % einer Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die EU zustimmen. Dasselbe gilt für die Anhänger der Reformparteien, wo 18 % der Befragten einem Wiedereintritt in die EU zustimmen würden.
Keine Pläne zur Rückkehr
Abgesehen von den Umfrageergebnissen gibt es keine Pläne des Vereinigten Königreichs, in die EU zurückzukehren. Die Labour-Partei hat bereits erklärt, dass sie eine Rückkehr in den Block nicht in Erwägung ziehen wird, argumentiert jedoch, dass die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU einfacher sein sollten und strebt eine Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, Verteidigung, Sicherheit und wissenschaftliche Forschung an.
Die Konservative Partei hingegen unterstützt nach wie vor den Brexit, da sie der Meinung ist, dass der Austritt zu einer größeren Kontrolle der politischen Entscheidungen im Vereinigten Königreich führt. Reform UK ging noch weiter und sprach sich gegen jegliche politische Integration mit dem europäischen Block aus und forderte eine Distanz zu den EU-Institutionen.







