Es hat sich herausgestellt, dass in den sozialen Medien verbreitet wurde, dass grüne Nelken mit der LGBT-Gemeinschaft in Verbindung stehen. Die Online-Reaktion folgt auf die Absicht der Chega, die Verbreitung dieser Ideale im öffentlichen Raum, z. B. in Schulen, zu stoppen oder sogar einer Konversionstherapie für LGBT-Personen zuzustimmen.

Das Symbol geht auf das 19. Jahrhundert in Paris zurück, wo es von dem irischen Schriftsteller und Dichter Oscar Wilde populär gemacht wurde. Das Victoria and Albert Museum in London erklärt, dass der Autor 1892 seine Freunde bat, für das Stück "Lady Windermere's Fan" grüne Blumen am Revers zu tragen.

Auch in dem Buch "Die grüne Nelke" von Robert Hichens, dessen Charaktere auf Oscar Wilde und seinen Freunden basieren, wurde die grüne Nelke als Code für den schwulen Lebensstil der Figuren verwendet.

Nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Musik: In einer Operette von Noel Coward gibt es ein Lied mit demselben Titel, das auf subtile Weise auf den schwulen Lebensstil verweist.

Reaktion der Chega

Trotz der Verbreitung dieser Theorie im Internet verrät Rita Matias, Abgeordnete der Chega, auf Facebook, dass die Nelken nicht nur grün sind, sondern auch schwarze Flecken aufweisen, wie auf dem von der Abgeordneten veröffentlichten Foto zu sehen ist.

Rita Matias erwähnt auch, dass die von Chega verwendeten Nelken "von einer Emigrantin in Frankreich hergestellt wurden" und dass sie "die Sehnsucht, die Kraft und den Schmerz so vieler Portugiesen repräsentieren, die aus der Not heraus gegangen sind, aber nie aufgehört haben, Portugal zu lieben".

In einem anderen Beitrag, einem Video mit der Nelke in der Hand, beschuldigt Rita Matias die Linke, "Homosexualität als Mittel zu benutzen, um die Abgeordneten von Chega zu beleidigen", und wirft dem politischen Flügel vor, er wolle keine Anliegen vertreten und benutze sie nur, "um Wahlerfolge zu erzielen".