"Wir glauben, dass wir bis zum Sommer den Prozess der Auswahl des neuen Käufers für 49% der TAP abgeschlossen haben werden. Bis zum Sommer werden wir eine Position bezogen haben", sagte Pinto Luz bei einem Mittagessen für Mitglieder des portugiesischen Hotelverbandes(AHP) in Lissabon.
Der Infrastrukturminister erklärte, dass die Regierung eine andere Auffassung von der Operation habe, da sie "ideologisch" an eine 100%ige Privatisierung glaube.
Er betonte jedoch, dass er eine gemeinsame Basis gefunden habe und argumentierte andererseits, dass er eine Markteinschätzung vorgenommen habe, die "den Wert des Unternehmens maximiert", indem er 49,9% des Unternehmens privatisiert.
"Wir haben die drei größten europäischen Konzerne im Rennen. Sobald die 90-tägige Frist für unverbindliche Angebote abgelaufen ist, werden wir über Zahlen verfügen und die Möglichkeit haben, diese zu bewerten und eine Entscheidung zu treffen", betonte er.
Die Frist für die Abgabe von unverbindlichen Angeboten läuft am 2. April ab, nachdem die Informationen des Unternehmens ausführlich offengelegt und Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet wurden.
Parpública, das staatliche Unternehmen, das für die Verwaltung der staatlichen Beteiligungen zuständig ist, hatte bis zum 12. Dezember Zeit, einen Bericht zur Bewertung der interessierten Parteien zu erstellen; das Dokument wurde laut Pinto Luz vor diesem Termin vorgelegt.
Die dritte Phase des Verfahrens umfasst die Einholung von Informationen und die Abgabe verbindlicher Angebote innerhalb von 90 Tagen nach der Ausschreibung, wobei der Ministerrat eine kürzere Frist festlegen kann.
Nach Eingang der verbindlichen Angebote hat Parpública wiederum 30 Tage Zeit, um einen Abschlussbericht vorzulegen, eine Frist, die durch einen begründeten Beschluss des Ministerrats verlängert werden kann.
Auf der Grundlage dieses Dokuments kann der beste Vorschlag ausgewählt werden, oder es kann eine Verhandlungsphase eingeleitet werden, um verbesserte endgültige Vorschläge zu erarbeiten.
Nach Abschluss des Auswahlverfahrens billigt der Ministerrat die endgültigen Entwürfe der Kaufverträge, die der Käufer innerhalb von 15 Tagen unterzeichnen muss.
Danach wird die Hauptversammlung von TAP einberufen, um die notwendigen Beschlüsse für die Fortsetzung der Privatisierung und die Umsetzung des vereinbarten Industrie- und Strategieplans zu fassen.
Das Lastenheft sieht den Verkauf von bis zu 44,9 % des TAP-Kapitals vor, wobei 5 % den Beschäftigten vorbehalten sind. Alle nicht gezeichneten Aktien unterliegen dem Vorkaufsrecht des künftigen Käufers.








