Vor dem parlamentarischen Ausschuss für konstitutionelle Fragen, Rechte, Freiheiten und Garantien erklärte António Leitão Amaro, dass bis heute 8.435 Anträge auf Arbeitsvisa im Rahmen des geregelten Migrationsprotokolls eingereicht wurden, das eine Antwort innerhalb von 21 Tagen vorsieht.

Davon seien bereits 5.883 Visa in 40 konsularischen Vertretungen erteilt worden, erläuterte er, wobei er darauf hinwies, dass etwa 3.000 den Landwirtschaftssektor und 1.179 den Bausektor beträfen, in dem traditionell der größte Arbeitskräftemangel herrscht.

Um diesen jüngsten Fortschritt im Kontext zu sehen, wurden bei einer vorherigen einjährigen Überprüfung des Protokolls bis zu diesem Zeitpunkt 3.328 Visa auf der Grundlage von Anträgen genehmigt, die von Wirtschaftsverbänden eingereicht wurden, so die Regierung.

Das Kooperationsprotokoll für geregelte Arbeitsmigration war eine Lösung, die im vergangenen Jahr eingeführt wurde, um die Ausstellung von Arbeitsvisa für Einwanderer in ihren Herkunftsländern zu beschleunigen und das diplomatische Netz Portugals zu nutzen.

Mit der Abschaffung der "Interessensbekundung", einem rechtlichen Mechanismus, der es zuvor Personen, die ohne Arbeitsvisum ins Land kamen, ermöglichte, eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, ist das Arbeitsvisum zum einzigen Mittel geworden, um einen legalen Wohnsitz in Portugal durch eine formelle Beschäftigung zu begründen.

Im Gegenzug für die beschleunigte Bearbeitung des Visums verpflichten sich die Arbeitgeber, Wohnraum und Integrationsressourcen für die Einwanderer zu sichern, insbesondere auch Schulungen und Portugiesischunterricht.

Was die Statistik der Arbeitsvisa betrifft, so verzeichnete die Regierung einen allgemeinen Anstieg, der von einer früheren jährlichen Gesamtzahl von bis zu 20.000 auf 50.000 pro Jahr anstieg; dies führte zu einem Gesamtanstieg der konsularischen Visa auf "knapp über 60.000", erklärte der Minister der Präsidentschaft. In Bezug auf die Familienzusammenführung, eine Forderung der Linksparteien, erinnerte Leitão Amaro daran, dass Portugal früher "20.000 Fälle pro Jahr" genehmigt habe, und zwar nur "auf Anordnung der Gerichte", weil "die Türen verschlossen waren"; allein in diesem Jahr seien jedoch "bereits 55.000 Termine angesetzt und 35.000 Fälle bearbeitet worden".