Die Analyse zeigt, dass Brasilien zwar nach wie vor einer der wichtigsten Auslandsmärkte für portugiesische Immobilien ist, sein Anteil an der internationalen Nachfrage im vergangenen Jahr jedoch deutlich zurückgegangen ist.

Internationale Suchanfragen

Im Jahr 2025 entfielen 14,4 Prozent aller internationalen Suchanfragen nach Immobilien in Portugal auf brasilianische Nutzer; im Jahr 2026 sank dieser Anteil auf 11,2 Prozent, was einem Rückgang um 3,2 Prozentpunkte entspricht – dem stärksten Rückgang unter den untersuchten wichtigsten Auslandsmärkten.

Trotz dieser Abschwächung zählt Brasilien weiterhin zu den drei wichtigsten internationalen Nachfragemärkten. Allerdings ist es auf den dritten Platz zurückgefallen, nachdem es von der Schweiz überholt wurde, deren Anteil von 15,8 Prozent auf 18,8 Prozent stieg, während Frankreich seine Position als führender internationaler Markt weiter gefestigt hat und von 18,9 Prozent auf 20,7 Prozent zulegte.

Obwohl das Interesse aus Brasilien nachgelassen hat, bleibt das Land mit einem Anteil von 11,2 Prozent bei weitem der wichtigste außereuropäische Markt für portugiesische Immobilien; die Nachfrage ist damit fast dreimal so hoch wie die der Vereinigten Staaten, auf die 3,7 Prozent der internationalen Suchanfragen entfallen, und liegt weiterhin vor Angola mit 2,8 Prozent und Kanada mit 1,6 Prozent.

Laut Sylvia Bozzo, Marketingmanagerin bei imovirtual, spiegeln die Zahlen eher eine Abschwächung der Nachfrage wider als eine grundlegende Veränderung der Bedeutung Brasiliens für den portugiesischen Immobiliensektor.

„Die Daten deuten auf eine Verlangsamung der brasilianischen Nachfrage hin, was mit den in den letzten Monaten beobachteten Trends übereinstimmt“, sagte sie. „Dieser Rückgang mindert jedoch nicht die Bedeutung Brasiliens für den portugiesischen Immobilienmarkt.“

„Brasilien bleibt einer der drei aktivsten internationalen Märkte und unterhält weiterhin eine besonders starke Verbindung zu Portugal, auch wenn das wachsende Interesse europäischer Käufer die internationale Landschaft zunehmend wettbewerbsintensiver macht“, fügte sie hinzu.

Immobilienerwerb

Der Bericht hebt zudem eine Verschiebung bei der Art der von ausländischen Käufern gesuchten Immobilien hervor, wobei sich die Nachfrage zunehmend auf den Kauf statt auf die Miete konzentriert.

Im Jahr 2026 standen fast drei Viertel (72,6 Prozent) der internationalen Immobiliensuchen im Zusammenhang mit Kaufabsichten, gegenüber 68,4 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig gingen die Suchanfragen im Zusammenhang mit Mietobjekten von 31,6 Prozent im Jahr 2025 auf 27,4 Prozent in diesem Jahr zurück.

Dieser Trend deutet darauf hin, dass das Interesse ausländischer Interessenten an Portugal nach wie vor fest auf den Immobilienerwerb ausgerichtet ist, sei es für einen dauerhaften Umzug, als Zweitwohnsitz oder als langfristige Investitionsmöglichkeit.