Effiziente Lieferketten wie Straßen-, See- und Luftverkehr helfen portugiesischen Unternehmen dabei, Kunden auf den globalen Märkten zu erreichen, berichtet Essential Business.
Unterstützt durch eine moderne Infrastruktur und eine starke multimodale Anbindung festigt Portugal seine Position als strategisches Drehkreuz zwischen Europa, den Vereinigten Staaten, Südamerika und Afrika.
Geopolitische Verschiebungen haben die internationalen Handelsrouten neu gestaltet, und der Krieg in der Ukraine sowie die Konflikte im Iran und in der Straße von Hormus haben die Anfälligkeit der Lieferketten und den Bedarf an zuverlässigen Handelsnetzen auf See, auf der Straße und auf der Schiene deutlich gemacht.
Strategische Säule
Portugal verfügt über 126 Volkswirtschaften, die über direkte Luftfrachtverbindungen erreichbar sind, 60 über Seewege und 127 auf dem Postweg.
Der Hafen von Sines, der das größte Frachtvolumen abwickelt, ist der Ort, an dem der Großteil der wichtigsten Energieversorgung Portugals, wie Öl, Erdölprodukte und Erdgas, importiert wird.
Das Industrie- und Logistikgebiet des Hafens von Sines erstreckt sich über mehr als 2.000 Hektar und dient als Import- und Exportknotenpunkt für internationale Unterseekabel sowie als Standort für den Ausbau von Rechenzentren.
Im Juli letzten Jahres kündigte die portugiesische Regierung den „Port 5+“-Plan an, der Investitionen in Höhe von 4 Milliarden Euro vorsieht, um die Emissionen durch die Optimierung des Hafensystems um rund 80 Prozent zu senken. Digitalisierung, Elektrifizierung, Energieeffizienz und alternative Kraftstoffe sollen den Wandel vorantreiben.
Verkehrsmittel
Das Wachstum des E-Commerce, insbesondere in Lissabon und Porto, hat laut Essential Business die Nachfrage nach Logistikzentren erhöht. Für die kommenden Jahre erwartet der CBRE – Portugal Logistics Confidence Index 2025 einen Anstieg der Investitionen und Lagerkapazitäten bei den meisten Betreibern.
Der Straßentransport bleibt die von portugiesischen Unternehmen am häufigsten genutzte Transportart und macht 62,8 Prozent der exportierten Güter aus, was einem Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Das bedeutet, dass von den im vergangenen Jahr exportierten Waren im Wert von 79,3 Milliarden Euro 49,8 Milliarden Euro auf der Straße transportiert wurden.
Im Jahr 2025 wurden 24 Prozent der Warenexporte auf dem Seeweg befördert, was einem Wert von 19 Milliarden Euro entspricht, während der Luftverkehr 7,1 Prozent der Warenexporte ausmachte und im Jahr 2025 einen Wert von 5,66 Milliarden Euro erreichte. Der Schienenverkehr hat das größte Wachstumspotenzial, da er derzeit nur 0,6 Prozent der exportierten Güter ausmacht.
Erwartungen an die Nachhaltigkeit
Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Waren die Kunden erreichen, und das Wachstum des E-Commerce hat Unternehmen dazu gezwungen, in fortschrittliche Technologien zur Überwachung und Nachverfolgung von Sendungen zu investieren. Aufgrund gesetzlicher Anforderungen und der Erwartungen der Kunden hat auch die Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle in der Logistik eingenommen.
Mit erneuerbaren Energien, nachhaltigeren Fahrzeugen und verbesserten Verpackungslösungen werden Unternehmen die Art und Weise, wie sie Waren an ihre Kunden liefern, weiter modernisieren.









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