Lange Zeit haben wir über BIP, Exporte, Tourismus und Investitionen als isolierte Indikatoren gesprochen. Heute wird Entwicklung auf eine andere Weise aufgebaut. Sie basiert auf der Beziehung zwischen Talenten, Unternehmen, Universitäten, Infrastruktur und Territorium. Und es ist genau diese Gleichung, die Portugal auf der Landkarte der neuen europäischen Wirtschaft neu positioniert.

Talent ist zum wichtigsten strategischen Kapital eines jeden Landes geworden. Und Portugal ist, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein, in diesem Bereich zu einem der wettbewerbsfähigsten Länder in Europa geworden. Nicht nur wegen der Qualität der akademischen Ausbildung, sondern auch wegen der Fähigkeit, internationale Fachkräfte anzuziehen und zu halten, wegen der digitalen Kompetenz, der Innovationskultur und der Lebensqualität, die es den Menschen ermöglicht, langfristig zu denken.

Diese Talente brauchen jedoch ein vorbereitetes Umfeld. Sie brauchen funktionale Städte, moderne Arbeitsplätze, erschwinglichen Wohnraum, effiziente Mobilität und eine solide digitale und energetische Infrastruktur. Hier spielen Immobilien eine absolut zentrale Rolle im neuen Wachstumszyklus.

Jedes neue Technologiezentrum, jedes Labor, jeder Logistikknotenpunkt, jede fortschrittliche Industrieanlage und jedes Datenzentrum, das in Portugal errichtet wird, ist nicht nur ein isoliertes Projekt. Es ist ein Teil eines im Aufbau befindlichen Ökosystems. Und jedes dieser Teile reorganisiert das Gebiet um sich herum: Es schafft Arbeitsplätze, zieht Unternehmen an, fördert Dienstleistungen, wertet städtische Gebiete auf und verändert die wirtschaftliche Landkarte des Landes tiefgreifend.

Diese Bewegung beginnt, weit über die großen Städte hinaus sichtbar zu werden. Mittelgroße Städte und Gebiete im Landesinneren sind keine Randgebiete mehr, sondern sind Teil globaler Wertschöpfungsketten geworden. Die Dezentralisierung von Investitionen, Talenten und Innovationen ist nicht länger ein politischer Diskurs. Sie ist eine wirtschaftliche Realität.

Immobilien begleiten diesen Prozess nicht als Folge, sondern als Motor. Neue Wohnformen, hybride Gewerbegebiete, energieeffiziente Gebäude, zukunftsweisende Stadtsanierung und territoriale Erneuerungsprojekte sind zu Instrumenten der nationalen Wettbewerbsfähigkeit geworden.

Portugals Wachstum hängt heute von der Fähigkeit ab, sein Territorium auf intelligente Weise zu organisieren. Es geht nicht nur darum, mehr zu wachsen. Es geht darum, besser zu wachsen.

Portugal ist dabei, ein ausgewogeneres, nachhaltigeres und widerstandsfähigeres Entwicklungsmodell aufzubauen, bei dem die Menschen ihre Regionen nicht verlassen müssen, um Chancen zu finden, und bei dem die Unternehmen im ganzen Land echte Bedingungen vorfinden, um zu investieren, zu innovieren und zu florieren.

Dies ist vielleicht das deutlichste Zeichen dafür, dass wir in einen neuen Zyklus eingetreten sind.

Ein Zyklus, in dem Talent und Gebiet zusammengehören.