Es kommt auf die Koordination an. Strategische Vision. Von der Fähigkeit, Gründerzentren, Universitäten, Investoren, öffentliche Maßnahmen und internationale Märkte in dieselbe Richtung zu bringen. Genau das hat Startup Portugal in den letzten Jahren getan, konsequent und immer sichtbarer.

Dabei geht es nicht nur um die Unterstützung neu entstehender Unternehmen. Es geht darum, ein nationales Ökosystem aufzubauen, das in der Lage ist, ausländische Gründer anzuziehen, portugiesische Talente zu binden und das Land als Plattform auf europäischer Ebene zu positionieren.

Die Teilnahme an der SIM-Konferenz 2025 war ein klares Beispiel für diese Ambition. Die Veranstaltung war nicht nur eine weitere Konferenz. Sie war ein Treffpunkt zwischen Gründern, Investoren und Branchenführern, an dem die tatsächlichen Herausforderungen des Unternehmertums in Europa diskutiert wurden. Vor allem aber zeigte sie, dass Portugal nicht mehr am Rande der europäischen Technologiegespräche steht. Es ist mittendrin.

Startup Portugal koordiniert ein Netz von etwa 130 Gründerzentren, die über das gesamte Staatsgebiet verteilt sind. Dies ist besonders wichtig. Das Ökosystem ist nicht nur in Lissabon oder Porto konzentriert. Es gibt Talente und Projekte in Braga, Coimbra, Aveiro, Évora, der Algarve und vielen anderen Regionen. Diese Dezentralisierung stärkt die Widerstandsfähigkeit und erweitert die Möglichkeiten.

Kurz nach der SIM-Konferenz hat die Anwesenheit der portugiesischen Delegation auf dem Web Summit Vancouver diese Internationalisierungsstrategie verstärkt. 20 portugiesische Start-ups nach Kanada zu bringen, ist nicht nur eine symbolische Geste. Es ist ein klares Bekenntnis, dass das portugiesische Ökosystem im globalen Wettbewerb bestehen will. Und zwar mit strukturierten Partnerschaften, die institutionelle Verbindungen sowie Forschungs- und Entwicklungsnetze nutzen.

Programme wie HQA tragen dazu bei, diese Brücke zwischen internationalen Talenten und portugiesischen Universitäten zu festigen, und ziehen transnationale Unternehmer an, die Portugal als Standort wählen, um Innovationen zu lancieren und zu verbreiten. Dieses Modell ist intelligent. Es beschränkt sich nicht auf die Anziehung von Investitionen. Es fängt Wissen, Netzwerke und Vielfalt ein.

Was mir besonders wichtig erscheint, ist, dass diese Strategie nicht improvisiert ist. Es gibt eine Abstimmung zwischen Startup Portugal, der Regierung, den Gründerzentren und internationalen Partnern. Es gibt eine kohärente Erzählung: Portugal als offenes, kollaboratives, digital vorbereitetes Land mit einer Lebensqualität, die globale Gründer anziehen kann.

In einer Welt, in der der Wettbewerb um Talente hart ist, macht diese Art der Positionierung den Unterschied aus. Natürlich gibt es im portugiesischen Ökosystem noch Herausforderungen. Der Zugang zu Kapital in fortgeschrittenen Stadien, eine stärkere Anbindung an die traditionelle Industrie und eine Vereinfachung der Verwaltung. Aber die Weichen sind gestellt.

Wenn wir auf das Jahr 2026 blicken, sehen wir nicht nur ein zahlenmäßiges Wachstum von Start-ups. Wir sehen ein stärker strukturiertes, internationaleres und selbstbewussteres Ökosystem.

Und das geschieht nicht zufällig. Es passiert, wenn es eine Vision, Koordination und Kontinuität gibt. Portugal beweist, dass es weiß, wie man diesen Weg beschreitet.