Da das zur Beschreibung der neuen Art verwendete Material im Rahmen eines Citizen-Science-Projekts im Dinosaurierpark Lourinhã und im Museum von Lourinhã gesammelt wurde, wählten die Forscher den Namen Nabia civiscientrix für die neue Art, der auch vom Natural History Museum in London bekannt gegeben wurde.

Nabia civiscientrix lebte vor 150 Millionen Jahren in der Jurazeit, einer Periode, deren Dinosauriervielfalt gut dokumentiert ist, nicht aber die der Kreaturen, die zu ihren Füßen krabbelten, erklärte der Paläontologe von der Nova-Universität Lissabon(UNL) und dem Lourinhã-Museum.

Mit einer Länge von weniger als fünf Zentimetern und einem ballistischen, zungenartigen Fütterungssystem, das dem moderner Chamäleons ähnelt, ist Nabia civiscientrix die älteste bekannte Amphibie ihrer Art, die in Portugal gefunden wurde. Die Forscher glauben, dass die neuen Daten dazu beitragen können, das Ökosystem, aus dem sie stammt, besser zu verstehen.

Die Überreste der am besten erhaltenen Exemplare, die in Lourinhã gefunden wurden, wurden mit Unterstützung der Professoren Marc Jones vom Natural History Museum (UK) und Susan Evans vom University College London zur Mikro-Computertomographie nach London geschickt.

"Bis vor kurzem konzentrierten sich die Studien auf eine begrenzte Anzahl von leicht erkennbaren Knochen, da wir lange Zeit keine vollständigen oder artikulierten Exemplare hatten und mehrere Knochen nicht abgebildet und daher nicht identifiziert waren", bedauert Alexandre Guillaume.

So konnten einige Arten nur anhand einiger weniger Knochen beschrieben werden, die dann aber nicht mit vollständigeren Exemplaren verglichen werden konnten, bei denen diese Knochen fehlten oder schlecht erhalten waren.

Auf der Grundlage der Beobachtungen des neuen Materials und anderer Exemplare weltweit schlugen die Forscher jedoch einen neuen Satz morphologischer Daten für künftige Analysen vor, indem sie neue Merkmale hinzufügten und frühere aktualisierten, was eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit darstellt, so die Forscher.

Die Forschungsarbeit wurde von Miguel Moreno-Azanza und Eduardo Puertolas-Pascal von der Universität Zaragoza (Spanien) geleitet.