"Zweifellos ist ein Rückgang zu verzeichnen, der auf 30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschätzt wird. Der April ist deutlich schwächer, und die Abwesenheit von Ryanair ist deutlich zu spüren. Das ist bezeichnend", sagte Luís Rego gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa.

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hatte am 29. März ihren Flugbetrieb auf den Azoren wegen der "hohen Flughafengebühren" und der "Untätigkeit" der portugiesischen Regierung eingestellt.

Nach Ansicht des ARAC-Vertreters auf den Azoren ist das Fehlen der Billigfluglinie ein entscheidender Faktor, da sie Touristen anlockte, die häufig Autovermietungen und lokale Unterkünfte nutzten.

Dem Vertreter zufolge fiel der Weggang von Ryanair mit der Osterzeit zusammen, die traditionell eine schwächere Zeit für den Tourismus ist. Diese Überschneidung verstärkte die Auswirkungen.

Er erklärte, dass die Buchungen aufgrund der traditionell schwachen Osterzeit sofort zurückgingen, und dass der Weggang von Ryanair in dieser Zeit wahrscheinlich noch mehr zum Rückgang beitrug.

Luís Rego räumte zwar ein, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten, betonte aber, dass die Abwesenheit von Ryanair maßgeblich zum Rückgang der Mietnachfrage beiträgt.

Es ist ein deutlicher Rückgang festzustellen, wobei die Abwesenheit von Ryanair der Hauptgrund ist, obwohl auch andere Faktoren eine Rolle spielen können.

Für den Sommer erwartet der ARAC-Vertreter eine verstärkte Aktivität im Autovermietungssektor, da dies die Hochsaison ist, was das Wachstumspotenzial des Sektors weiter unterstreicht.

"Sommer ist immer Sommer, und es wird mehr Flüge und mehr Bewegung geben. Logischerweise werden die Auswirkungen des Rückzugs von Ryanair von den Azoren in der Hochsaison geringer sein", argumentierte er gegenüber Lusa.

Luís Rego warnte jedoch, dass die Auswirkungen des Weggangs der Billigfluglinie anhalten werden.

"Die größte Sorge sollte der nächste Winter sein, denn in dieser Zeit werden wir nur SATA und TAP haben", argumentierte er.

Luís Rego betonte, dass Ryanair dem Tourismus auf den Azoren immer einen Mehrwert" gebracht habe, und warnte: Der nächste Winter ist lang, von Oktober bis März, und wenn nichts unternommen wird, wird der prozentuale Rückgang noch größer ausfallen".

Im Januar hatte der Vorstandsvorsitzende von Ryanair, Michael O'Leary, gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa erklärt, dass die Fluggesellschaft ihre Basis auf den Azoren Ende März schließen werde, und jede Möglichkeit einer Umkehr ausgeschlossen, was dann auch tatsächlich geschah.

Die Regionalregierung der Azoren hatte erfolglos versucht, das Unternehmen davon zu überzeugen, den 2015 aufgenommenen Betrieb in der Region fortzusetzen.