Wenn Anleger heute einen Blick auf Europa werfen, sehen sie, dass Deutschland mit einer industriellen Stagnation zu kämpfen hat, dass Frankreich fiskalisch unter Druck steht und dass sich die politischen Gräben auf dem Kontinent vertiefen.

Die OECD prognostiziert für Portugal ein BIP-Wachstum von 2,2 % im Jahr 2026, das über dem EU-Durchschnitt liegt, unterstützt durch steigende Realeinkommen, eine hohe Beschäftigung und das Ende des EU-Konjunkturprogramms. Die Staatsverschuldung ist auf einem nachhaltigen Abwärtspfad und wird den Prognosen zufolge im Jahr 2026 unter 90 % des BIP fallen, nachdem sie zwei Jahre zuvor noch 93,6 % betragen hatte. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich auf 2 % sinken, und die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück.

hinter diesen Zahlen steht eine gezielte Strukturreform. In den letzten zehn Jahren hat sich Portugal von seiner historischen Abhängigkeit vom Tourismus gelöst, einen Technologiesektor aufgebaut, Finanz- und Unternehmensdienstleistungen erweitert und sich als Logistik- und Energiezentrum für den Atlantikkorridor positioniert. Diese Diversifizierung hat messbare Ergebnisse gezeitigt:

Portugals geografische Lage, die lange Zeit unterschätzt wurde, hat sich zu einem echten Vorteil entwickelt. Am westlichen Rand der EU gelegen, bietet es Zugang zu den Atlantikhäfen, eine gute Anbindung an die nordamerikanischen und afrikanischen Märkte und eine Betriebskostenstruktur, die keine nordeuropäische Stadt

auch nur annähernd erreichen kann. Für multinationale Unternehmen, die als Reaktion auf die globalen Handelsspannungen ihre Lieferketten neu konfigurieren, ist diese Kombination zunehmend attraktiv.

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Bei den Immobilien zeigen die Premiumsegmente ein schärferes Bild. Für Lissabon wird bis 2026 ein Wertzuwachs von 4,5 % prognostiziert, womit traditionelle europäische Luxusmärkte wie Genf und Paris übertroffen werden. Die Halbinsel Setubal verzeichnete 2025 einen Preisanstieg von 22,6 % gegenüber dem Vorjahr, was auf eine verbesserte Infrastruktur und relative Wertsteigerung zurückzuführen ist. Aufstrebende Korridore wie Vila Nova de Gaia bieten bessere Renditeprofile als das Zentrum von Porto, ohne das Risiko einer Sättigung.


Was seriöse Anleger noch zuversichtlicher stimmt, ist die Tatsache, dass die portugiesische Zentralbank in aller Stille ihre Arbeit getan hat. Die Regeln für die Kreditvergabe an Wohnimmobilien wurden verschärft, und neue Kapitalanforderungen, die ab Januar 2026 gelten, sorgen dafür, dass die Banken mehr Puffer gegen eine Korrektur am Immobilienmarkt haben. Der Markt wird gemanagt und nicht dem freien Lauf überlassen. Diese Unterscheidung ist von enormer Bedeutung, wenn es um die Allokation über einen Zeithorizont von fünf bis zehn Jahren geht.

Maven Investment Management verwaltet Immobilienkäufe, -projekte und -anlagen in ganz Portugal. Investoren und Bauträger, die in den portugiesischen Markt einsteigen möchten, können uns eine Nachricht schicken.